Das Prinzip des schnellen Wechsels zwischen A und B ;-)

Nun also zum eigentlichen Beitrag wie ich meine Kette pflegen möchte. Der Einfachheit halber habe ich mich dazu entschieden an jedem Renner zwei Ketten zu benutzen. Das Prinzip ist simpel.

Die Idee ist:

Eine einmalige Investition in zwei Ketten zu tätigen. Eine Kette befindet sich am Rad, die andere liegt zum schnellen Wechsel bereit. Wenn ich jetzt den Renner reinige brauche ich nichts weiter zu tun als die vorhandene Kette durch die Reservekette zu ersetzen.

Für den schnellen Wechsel benutze ich an den Ketten Kettenschlösser. Somit lassen sich die Ketten beim tauschen schnell öffnen und wieder verschließen.

Jetzt befindet sich eine saubere und geschmierte und gewachsene Kette am Rennrad. Die soeben getauschte Kette liegt nun noch verschmutzt in meiner Reserve.

Jetzt habe ich Zeit (zum Beispiel bei schlechtem Wetter) mir selbst einen Zeitpunkt zum Reinigen der Kette auszusuchen. Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist wird die Kette intensiv gereinigt und anschließend neu geschmiert und gewachst. Nun liegt die Reservekette zum erneuten schnellen Wechsel am Rennrad bereit.

Ich persönlich reinige die Kette in einem Ultraschallbad, dies ist die kleine Version eines Ultraschallbades wie es auch im Handwerk und der Industrie genutzt wird. Ein Ultraschallbad für Brillen und Uhren reicht meiner Meinung nach nicht aus.

Ist die Kette im Ultraschallbad intensiv gereinigt worden, so wird das Ergebnis geprüft (Sichtprüfung) und die Kette wird abgetrocknet. Jetzt kann die Kette wie gehabt geölt oder gewachst werden. Es sind auch Schmierstoffe wie Staucher-Fett, oder Vaseline möglich.

Der einzigste Nachteil besteht darin, dass die Schmierstoffe in den Kettengliedern beim intensiven Waschvorgang ebenfalls gelöst werden. Um diese Schmierstoffe wieder in die Kettenglieder hinein zu bekommen müssten die Schmierstoffe verflüssigt werden um die Kette darin zu baden.

Dazu mehr in meinem nächsten Beitrag.

Bis bald euer Zero

Kette reinigen am Rennrad

Dieses Thema treibt wohl jeden um der einige Kilometer im Jahr fährt und ein etwas höher preisiges Rad sein eigen nennt. Das muss nicht nur ein Rennrad sein.

Wie lange hält also eine Kette?

Das hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab.

  1. Dem Material und der Pflege
  2. Die tatsächliche Laufleistung (oder Beanspruchung)

Gehen wir mal von vernünftigen Materialien aus den einen Hightech Renner für mehrere tausend Euro mit einer 10 Euro Kette zu bestücken ist in etwa so wie Winterräder auf einem Sportwagen.

Ein solcher Renner wird auch dementsprechend gepflegt, um den Wert und die Freude an dem Rad lange zu erhalten. Außerdem kommt der Werterhalt dem späteren Wiederverkauf zu gute. Wenn es mal etwas Neues sein darf.

Bleibt also nur noch Punkt 2 übrig.

Eine Kette zieht sich bei Krafteinwirkung auseinander man spricht von der „Kettenlängung“ Diese Längendifferenz zu einer ungefahrenen Kette kann man Messen. Dafür gibt es Kettenlehren im Handel.

Bei ungefähr 1% Längung spricht man von Verschleiß, ja für Vielfahrer ist die Kette ein Verschleißteil und hält eben nicht ein Fahradleben lang.

Bei ungefähr 114 Kettengliedern ist also bei rund 1,5 cm Längenunterschied die Verschleißgrenze erreicht. Jetzt sollte die Kette gewechselt werden.

In der Regel, wenn man das in diesem Zusammenhang überhaupt sagen kann, ist dieser Punkt bei rund 4000 km Fahrleistung erreicht.

Wer allerdings permanent Bergpässe hoch und runter fährt, oder Kraftvolle Antritte, der wird diesen Punkt auch schon früher erreichen.

Ich kenne auch viele Fahrer die gerade bei ihren Winterrädern so lange mit der Kette fahren bis diese springt, sich nicht mehr richtig schalten lässt, oder sogar durchrutscht, dann ist die Kette definitiv Tot. Wer allerdings derart hart an der Verschleißgrenze fährt sollte sich darüber im Klaren sein, dass auch die Kettenblätter und Ritzel (Kassette) deutlich schneller Verschleißen. (Kostenfalle)

Wie ich es mache im nächsten Beitrag 😉